Landkreis Harburg

 

Auszug - 14. Fortschreibung des Bedarfsplanes für Kindertagesstätten (vorm. Kindergartenbedarfsplan)  

2. Sitzung des Jugendhilfeausschusses (XVII. Wahlperiode)
TOP: Ö 13
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: zur Kenntnis genommen
Datum: Di, 09.05.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 15:00 - 18:03 Anlass: Sitzung
Raum: Raum B-013 (Sitzungssaal), Tel. (04171) 693-239
Ort: 21423 Winsen (Luhe), Schloßplatz 6, Kreisverwaltung, Gebäude B, Raum B-013 (Sitzungssaal), Tel. (04171) 693-239
776/2004-22 14. Fortschreibung des Bedarfsplanes für Kindertagesstätten (vorm. Kindergartenbedarfsplan)
   
 
Status:öffentlich  
Verfasser/in:Martina Menzel
Federführend:Abteilung Besondere Leistungen für Kinder und Jugendliche (52)   

Der Vorsitzende verweist auf die Vorlage 776/2004-22 und übergibt das Wort an Herrn

Kaminski, der ein Vorwort ausspricht.

 

Herr Kaminski erklärt, dass die Bedarfspläne für Kindertagesstätten einmal im Jahr im Ju­gendhilfeausschuss vorgestellt werden. Die nächste Beratung ist für die Jugendhilfeaus­schusssitzung am 13.09.17 vorgesehen. Die Pläne wurden zu der heutigen Sitzung im Ratsinformationsystem  ALLRIS eingestellt, um den Jugendhilfeausschussmitgliedern Zeit für die Analyse der Pläne zu geben. Die Jugendhilfeausschussmitglieder können dann ihre Fragen stellen, die als Ergänzungsvorlage behandelt werden. Die Verwaltung hat dann die Zeit zu diesen Fragen eine ausführliche Stellungnahme zu verfassen.

 

Herr Rittmeier findet diesen Vorschlag von Herrn Kaminski sehr gut.

 

Frau Meinhold-Engbers merkt an, dass es sehr wichtig wäre, dass die Kommunen die Ent­würfe der Bedarfspläne für Kindertagesstätten in ihren Ausschüssen diskutiert würden.

 

Frau Randt erklärt, dass sie einen Fragekatalog zum Thema Kindertagespflege erstellt hat und möchte, dass die Bedarfspläne die Betreuungssituation in der Kindertagespflege mitbe­rücksichtigen.

 

Frau Kohls schildert exemplarisch am Bespiel der Stadt Buchholz, dass zwar die Geburten aller Kinder erfasst werden, aber die Betreuungsbedarfe für die Kinder mit Behinderung nicht in den Plänen erwähnt werden. Sie merkt an, dass der Antrag des Kreisbehindertenbeirats aus 2015 nicht berücksichtigt worden ist. Die Eltern der Kinder mit Behinderung sind eben­falls berufstätig und benötigen Betreuungsplätze für ihre Kinder.

 

Frau Menzel erläutert, dass die Bedarfsplanung für die Betreuung von Kindern mit Behinde­rung vom Gesundheitsamt erstellt wird. Sie erinnert daran, dass diese Entwürfe nach dem im September 2016 dem Jugendhilfeausschuss vorgestellten Muster, am Beispiel der Samtge­meinde Hollenstedt, erstellt worden sind. Sie verweist auf die Vorlage 776/2004-17.  Weiter­hin berichtet sie, dass der Stichtag für die relevanten Daten der Kommunen der 01.08. des jeweiligen Jahres ist. Der Stichtag 01.08. muss bei der Betrachtung der Pläne immer mitbe­rücksichtigt werden. Sie macht darauf aufmerksam, dass das Zahlenmaterial immer zusam­men mit dem schriftlichen Fazit für die jeweilige Kommune zu betrachten ist. Sie fügt hinzu, dass die Aussage der Bedarfspläne abhängig von der Richtigkeit der Daten aus den Kom­munen ist. Die errechneten Versorgungsquoten (Geburtenzahlen bzw. Altersjahrgänge im Verhältnis zum Angebot für das Alter) sind so zutreffend und realistisch, wie die gelieferten Daten der Kommunen. In den Kommunen fand in letzter Zeit häufig ein Personalwechsel statt und daher gab es viele Nachfragen und klärende Gespräche. Die Kommunen wurden zu direkten Gesprächen eingeladen. Die Entwürfe wurden mit den Kommunen abgestimmt. Frau Menzel erklärt, dass die Abstimmung auch mit der Gemeinde Seevetal stattgefunden hat. Erst danach kamen neue Fragen und Anmerkungen. Sie unterstreicht erneut, dass das Zahlenmaterial nur im Zusammenhang mit dem Fazit zu betrachten ist und weist darauf hin, dass die Besonderheit in der Gemeinde Seevetal die hohe Zahl der Schüler aus fremden Gemeinden ist.

 

Frau Meinhold-Engbers merkt an, dass in der Samtgemeinde Jesteburg eine hohe Versor­gungsquote bei den Grundschulkindern von 106 % (90 Elementarplätze) ausgewiesen ist. Sie moniert, dass durch die Vermischung der Hortbetreuung mit dem Angebot der Ober­schule als Ganztagsschule ein verzehrtes Bild der Versorgung entsteht. Sie wünscht sich eine differenzierte Darstellung der Betreuungsangebote, um die realistischere Versorgungs­quote ermitteln zu können.

 

Frau Menzel antwortet, dass die Grundlage für die Ermittlung der Versorgungsquote die er­haltenen Daten über die Klassenstärke sind. Die Schüler in der Samtgemeinde Jesteburg stammen auch aus den benachbarten Gemeinden und daher ist die Geburtenzahl niedriger als die Zahl der Schüler. Sie weist erneut darauf hin, dass das Zahlenmaterial nur im Zu­sammenhang mit dem schriftlichen Fazit zu lesen ist.

 

Frau Menzel bestätigt, dass in der Praxis die Einrichtungen einen Vormittags- und Nachmit­tagsplatz als ein Ganztagsplatz belegen.

 

Der Vorsitzende verweist bei der Analyse der Bedarfspläne auf das schriftliche Fazit. Er merkt an, dass die Daten bei den Kommunen zu erheben sind und dann ist es eine schwie­rige Aufgabe ist, sie in dem Bedarfsplan darzustellen. Jede Kommune will positiv dargestellt werden. Als einen großen Fortschritt erwähnt er die Datenerhebung von Schulkindern, um die Bedarfe der berufstätigen Eltern zu nennen.

 

Frau Menzel ergänzt, dass der Bedarfsplan für Kindertagesstätten für die Jahre 2017/2018 in veränderter Form dargestellt wird. Zukünftig soll der Stichtag auf den 01.10. des jeweiligen Jahres verschoben werden, um die Veränderungen nach den Ferien und den sogenannten nachwachsenden Jahrgang besser zu erfassen. Sie berichtet, dass aufgrund der Empfeh­lungen im Prüfbericht des Landesrech­nungshofes zur Kitabedarfsplanung die Bedarfspla­nung in Teilen ergänzt wurde um Bele­gungsquoten und Betreuungsquoten der einzelnen Einrichtungsarten. Dadurch werden den Städten, Gemeinden und Samtgemeinden des Landkreises noch genauere Plandaten zur Verfügung gestellt.

 

Der Vorsitzende bedankt sich bei Frau Menzel und ruft den nächsten Tagepunkt auf.