Landkreis Harburg

 

Auszug - Statistische Erfassung im Rahmen der Kinder und Jugendhilfeplanung von Kindern mit Förderbedarfen Antrag des Behindertenbeirates vom 12.08.2017  

3. Sitzung des Jugendhilfeausschusses (XVII. Wahlperiode)
TOP: Ö 11
Gremium: Jugendhilfeausschuss Beschlussart: ungeändert beschlossen
Datum: Mi, 13.09.2017 Status: öffentlich/nichtöffentlich
Zeit: 15:06 - 18:08 Anlass: Sitzung
Raum: Raum B-013 (Sitzungssaal), Tel. (04171) 693-239
Ort: 21423 Winsen (Luhe), Schloßplatz 6, Kreisverwaltung, Gebäude B, Raum B-013 (Sitzungssaal), Tel. (04171) 693-239
VA0232/2017 Statistische Erfassung im Rahmen der Kinder und Jugendhilfeplanung von Kindern mit Förderbedarfen
Antrag des Behindertenbeirates vom 12.08.2017
   
 
Status:öffentlich  
Verfasser/in:Thorsten Treybig
Federführend:Abteilung Jugend und Familie (51)   

Der Vorsitzende verweist auf die Vorlage VA1104/2017 und übergibt das Wort an Frau Men­zel.

 

Frau Menzel befürwortet den Antrag des Behindertenbeirates vom 12.08.17 und sieht eben­falls Handlungsbedarf. Sie berichtet, dass die Bedarfe der Kinder mit Erkrankung und Beein­trächtigung in den kommenden Bedarfsplänen erfasst werden. Es findet eine enge Koopera­tion und ein reger Austausch zwischen dem Jugendamt oder: der Abteilung Besondere Leistungen für Kinder und Jugendliche?, dem Gesundheitsamt und dem Behinderten­beirat statt. Die Daten aus dem Regionalen Konzept des Gesundheitsamtes können als Grundlage für den Bedarfsplan für Kindertagesstätten genutzt werden. Sie fragt, ob Frau Kohls mit die­ser Vorgehensweise einverstanden wäre?

 

Frau Kohls merkt an, dass die Betreuungsbedarfe der Kinder mit Behinderung in der Ver­gangenheit in den Plänen nicht berücksichtigt worden sind. Die Eltern der Kinder mit Behin­derung sind eben­falls berufstätig und benötigen Betreuungsplätze für ihre Kinder. Sie be­grüßt das Angebot der Verwaltung und bittet den zeitlichen Rahmen zu nennen.

 

Frau Bracht-Bendt schildert  aus eigener Erfahrung das Dilemma der Eltern. Wenn die Kin­der eine Erkrankung wie Asthma oder Diabetes haben, können sie nicht vom Bildungs- und Betreu­ungsverein Saari in der Stadt Buchholz betreut werden und die Eltern, meistens die Mütter, können nicht berufstätig sein. Die Eltern haben zwei Alternativen: Entweder organi­sieren sie eine teure Betreuung privat oder sie geben die Erkrankung ihres Kindes nicht preis. 

 

Frau Meinhold-Engbers führt aus, dass sobald die Kinder mit Erkrankung in die Schule kommen, es wenig oder keine Möglichkeit gibt eine nachschulische Betreuung zu sichern. Es ist oft ein_e Betreuer_in für 20 Kinder da, es findet eine Betretung ohne pädagogischen Auf­trag statt.

 

Der Vorsitzende findet es gut, dass das Problem – Betreuung der Kinder mit Erkrankung – im Jugendhilfeausschuss thematisiert worden ist. Er hat die Vor­gehensweise der Verwaltung bei der Lösung dieses Problems wohlwollend zur Kenntnis genommen. Frau Kohls be­stätigt, dass sie auch mit den Vorschlägen zur Problemlösung einverstanden ist.

 

Der Vorsitzende bedankt sich bei Frau Menzel und ruft den nächsten Tagepunkt auf.


Beschluss:

In der kommenden Bedarfsplanung für Kindertagesstätten werden die Bedarfe der Kinder mit Beeinträchtigungen, als Ergebnis der gemeinsamen Gespräche zwischen dem Jugendamt, Gesundheitsamt und dem Behindertenbeirat,  berücksichtigt


Abstimmungsergebnis:

 

Einstimmig