Landkreis Harburg

Fahrerlaubnis: Verlängerung - Fahrerlaubnis der Klassen C und D

Allgemeine Informationen

Allgemeines

 

"Wer auf öffentlichen Straßen ein Kraftfahrzeug führt, bedarf der Erlaubnis (Fahrerlaubnis) der zuständigen Behörde (Fahrerlaubnisbehörde). Die Fahrerlaubnis wird in bestimmten Klassen erteilt. Sie ist durch eine amtliche Bescheinigung (Führerschein) nachzuweisen."

(§ 2 Absatz 1 Straßenverkehrsgesetz) Mit der Einführung des neuen Fahrerlaubnisrechts zum 01.01.1999 sind auch einige Fahrerlaubnisklassen befristet worden. Damit werden sowohl bei der erstmaligen Erteilung bzw. Erweiterung einer Fahrerlaubnis als auch bei der Neuerteilung der Fahrerlaubnis nach Entzug, Verzicht oder Versagung bestimmte Fahrerlaubnisklassen nur für einen bestimmten Zeitraum erteilt. Sollen diese Klassen auch nach Fristablauf weiterhin Gültigkeit haben, dann ist ein entsprechender Antrag auf Verlängerung der befristeten Fahrerlaubnis zu stellen. Die unbefristet gültigen Fahrerlaubnisklassen sind grundsätzlich von einem eingetretenen Fristablauf nicht betroffen.

Die genaue zeitliche Befristung der Fahrerlaubnisklassen ergibt sich aus der Spalte 11 auf der Rückseite der neuen EU-Kartenführerscheine.

Befristete Fahrerlaubnisklassen

 

Nach den Bestimmungen werden die Klassen C1, C1E , C und CE werden für 5 Jahre erteilt . Danach erfolgt eine Verlängerung auf Antrag für jeweils fünf Jahre.

Für die Klassen C1 und C1E die zwischen dem 01.01.1999 und 28.12.2016 erteilt wurden, gilt abweichend hiervon eine Gültigkeit bis zum 50. Lebensjahr. Alte Führerscheine der Klasse 3 die in die Klasse C1 und C1E umgestellt werden oder bereits umgestellt worden sind, sind unbefristet gültig. 

Die Klassen D1, D1E, D und DE werden ebenfalls für fünf Jahre, längstens jedoch bis zur Vollendung des 50. Lebensjahres erteilt. Danach erfolgt eine Verlängerung auf Antrag für jeweils fünf Jahre.

Diese Befristungen gelten grundsätzlich nicht für Inhaber einer Fahrerlaubnis, die bis zum 31.12.1998 erteilt worden ist, weil diese Fahrerlaubnisse noch unter das alte Fahrerlaubnisrecht fallen.

Ausnahmen bestehen jedoch für Inhaber der alten Klasse 2 (jetzt Klasse CE) und für Busfahrer. Insoweit wird auf die Ausführungen unter Umtausch in den EU-Kartenführerschein verwiesen.

An wen muss ich mich wenden?

Die Zuständigkeit liegt beim Landkreis und der kreisfreien Stadt, in dem der Hauptwohnsitz ist.

Welche Unterlagen werden benötigt?
  • Personalausweis oder Reisepass mit aktueller Meldebestätigung
  • bisheriger Führerschein
  • ein aktuelles Lichtbild (biometrisch), das den Bestimmungen der Passverordnung vom 19. Oktober 2007 (BGBl. I S. 2007, 2386) entspricht
  • augenärztliches Gutachten über die Untersuchung des Sehvermögens beziehungsweise Zeugnis eines Augenarztes gemäß § 12 Abs. 6 i.V.m. Anlage 6 Fahrerlaubnisverordnung (FeV). Dieses Gutachten können Sie von Ihrem Augenarzt oder von einem Betriebs- und Arbeitsmediziner erstellen lassen. Bei Antragstellung darf die Bescheinigung nicht älter als zwei Jahre sein.
  • ärztliche Bescheinigung über die körperliche und geistige Eignung auf amtlichem Vordruck gemäß § 11 Abs. 9 i.V.m Anlage 5 FeV. Für diese Bescheinigung gibt es einen amtlichen Vordruck, über den die Ärzte im Regelfall verfügen. Sie können die Bescheinigung von jedem Arzt erstellen lassen. Bei Antragstellung darf die Bescheinigung nicht älter als ein Jahr sein.
  • für die Verlängerung der Klassen D, DE, D1 und D1E (BUS)
    • ab dem 50. Lebensjahr:
      • zusätzlich ein leistungspsychologisches Gutachten nach § 11 Abs. 9 i.V.m Anlage 5 Nr. 2 FeV.
        • Die leistungspsychologische Untersuchung beinhaltet beispielsweise eine Überprüfung der Belastbarkeit, Reaktionsfähigkeit, Orientierungsleistung und Konzentrationsfähigkeit. Der Nachweis über die Erfüllung dieser besonderen Anforderungen erfolgt durch ein betriebs- oder arbeitsmedizinisches Gutachten oder durch ein Gutachten einer amtlich anerkannten Begutachtungsstelle für Fahreignung. Bei Antragstellung darf die Bescheinigung nicht älter als ein Jahr sein.
    • Für die Führerscheinklasse D ist ein Führungszeugnis der Belegart "0" (Behördliches Führungszeugnis) bei der Wohnsitzgemeinde zu beantragen. Dieses wird vom Bundesamt für Justiz direkt an die Fahrerlaubnisbehörde geschickt. Ein privates Führungszeugnis ist nicht ausreichend.
Welche Gebühren fallen an?
  • Abgabe:42,60 EUR
    nach der Gebührenordnung für Maßnahmen im Straßenverkehr (GebOSt)

Eintrag der Berufskraftfahrerqualifizierung 28,60 Euro zusätzlich.

Vorläufige Fahrerlaubnis inkl. Direktversand 13,70 Euro zusätzlich.

Ggf. weitere Gebühren mit Rücksprache der Führerscheinstelle.

Zahlungsarten
  • Barzahlung
  • EC-Kartenzahlung
Welche Fristen muss ich beachten?

Der Antrag sollte spätestens acht Wochen vor dem Ablauf der Gültigkeit der bisherigen Fahrerlaubnis gestellt werden.

Frühestens jedoch 6 Monate vor Ablauf.

Nach Ablauf der Fahrerlaubnis kann ebenfalls eine Verlängerung beantragt werden (z. B. 1 - 2 Jahre).

Wenn die Zeitspanne zwischen Ablauf und Antrag auf Verlängerung zu groß geworden ist (z. B. 10 Jahre), muss eine neue Prüfung der Fahrerlaubnis erfolgen.

Bearbeitungsdauer

Die Bearbeitungszeit beträgt ca. 4-6 Wochen.

Anträge / Formulare

Der Antrag muss persönlich gestellt werden.


Ansprechpartner/in
Führerscheinstelle Standort anzeigen
Kreisverwaltung Gebäude A
Schloßplatz 6
21423 Winsen (Luhe)
Telefon: 04171 693-855
Telefax: 04171 693-181
E-Mail:

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Mittwoch und Freitag 07:30 Uhr bis 12:00 Uhr
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