Landkreis Harburg

Neuerteilung der Fahrerlaubnis nach Entzug, Verzicht oder Versagung

Allgemeine Informationen

Ist die Fahrerlaubnis durch ein Gericht oder eine Verwaltungsbehörde rechtskräftig entzogen worden, erlischt diese mit allen Rechten und Pflichten. Gleichzeitig wird in der Regel vom Gericht eine sog. Fahrerlaubnissperre ausgesprochen.

Der Richter hält den Betroffenen während dieser Zeitspanne für ungeeignet zum sicheren Führen eines Kraftfahrzeuges im öffentlichen Straßenverkehr. An diese Fahrerlaubnissperre ist die Fahrerlaubnisbehörde gebunden, d. h. eine Neuerteilung kann nicht vor Ablauf dieser Sperre erfolgen.

Nach Ablauf der Fahrerlaubnissperre muss die neue Fahrerlaubnis persönlich in der Führerscheinstelle beantragt werden, dies ist frühestens drei Monate vor Ablauf des Sperrfristendes möglich.

Wenn Sie bereits während des Entzuges der Fahrerlaubnis im Bereich des Landkreises Harburg wohnhaft und gemeldet gewesen sind, erhalten Sie automatisch von hier einen Antrag mit Unterlagen übersandt, sobald das rechtskräftige gerichtliche Urteil hier vorliegt.

Im Antragsverfahren auf Neuerteilung ist die Kraftfahreignung (körperlich, geistig und charakterlich) des Antragstellers zu überprüfen (siehe Verfahrensablauf).

Verfahrensablauf

In der Regel ist die Fahrerlaubnis wegen erheblicher oder wiederholter Verstöße gegen Verkehrsvorschriften und/oder Strafgesetze entzogen worden, daraus ergeben sich Tatsachen die Eignungszweifel begründen.
Bei Antragstellung kann freiwillig ein sogenannter Gesundheitsbogen ausgefüllt werden, in dem nach körperlichen und geistigen Vorerkrankungen gefragt wird.
Bei einigen Fahrerlaubnisklassen ist die gesundheitliche Eignungsüberprüfung durch einen Arzt und Augenarzt vorgeschrieben, so dass damit ebenfalls der Eignungsnachweis zu erbringen ist.

Bei einigen Eignungszweifeln ist die Beibringung von Gutachten durch amtlich anerkannte Begutachtungsstellen für Fahreignung vorgeschrieben und wird im Rahmen des Antrages auf Neuerteilung schriftlich angeordnet.

  • Wiederholter Entzug der Fahrerlaubnis
  • Straftaten im Rahmen der Straßenverkehrsteilnahme
  • Straftaten im Zusammenhang mit der Kraftfahreignung
  • Straftaten mit Anhaltspunkten für ein hohes Aggressionspotential
  • Bekannter Alkoholmissbrauch oder durch ärztliche Gutachten belegt
  • Sonstige Tatsachen, die die Annahme von Alkoholmissbrauch begründen
  • Wiederholte Verkehrszuwiderhandlungen unter Alkoholeinfluss
  • Trunkenheitsfahrt mit einer Blutalkoholkonzentration von 1,60 Promille oder mehr oder einer      Atemalkoholkonzentration von 0,8 mg/l oder mehr

Eine vorherige Terminabsprache mit den amtlich anerkannten Begutachtungsstellen sowie vorab Auskünfte über die Höhe der Begutachtungsgebühren sind leider nicht möglich, sondern können erst nach Vorlage der Akte der Führerscheinstelle erfolgen.

Nach Durchführung der Begutachtung wird das Gutachten dem Probanden zugeschickt. Das Gutachten kann dann als Entscheidungshilfe zur Ausräumung von Eignungszweifeln vorgelegt werden. Können die Eignungsbedenken nicht beseitigt werden, dann ist der Antrag auf Neuerteilung kostenpflichtig (113,00 €) zu versagen; es sei denn, der Antrag wird schriftlich zurückgezogen.

Welche Unterlagen werden benötigt?
  • Personalausweis oder Reisepass mit Meldebescheinigung des Einwohnermeldeamtes
  • Aktuelles Lichtbild - biometrisch (Größe 35 x 45 mm, ohne Kopfbedeckung - aus religiösen Gründen jedoch ausnahmsweise auch mit Kopfbedeckung möglich)
  • Führungszeugnis der Belegart O (dieses ist im Einwohnermeldeamt Ihrer Stadt- oder Gemeindeverwaltung zu beantragen)
  • Nachweis über die Ausbildung in Erster Hilfe
  • Erklärung, dass keine Fahrerlaubnis der beantragten Klasse in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU) oder in einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) erteilt worden ist.

Bei Klassen A, A1, A2, B, BE, AM, L oder T

  • Sehtestbescheinigung vom Optiker oder Sehtestbescheinigung/Zeugnis/Gutachten vom Augenarzt

Bei Klassen C1, C1E, C oder CE

  • Gutachten eines Arztes über die geistige und körperliche Kraftfahreignung nach der Anlage 5 zur Fahrerlaubnisverordnung (FeV)
  • Gutachten oder Zeugnis eines Augenarztes über das Sehvermögen nach der Anlage 6 zur Fahrerlaubnisverordnung (FeV)



Bei Klassen D1, D1E, D oder DE

  • Gutachten eines Arbeits- oder Betriebsmediziners über die geistige und körperliche Kraftfahreignung nach der Anlage 5 zur Fahrerlaubnisverordnung (FeV)
  • Gutachten oder Zeugnis eines Augenarztes über das Sehvermögen nach der Anlage 6 zur Fahrerlaubnisverordnung (FeV)
  • Nachweis über die Ausbildung in Erster Hilfe

Die oben aufgeführten ärztlichen Gutachten sind grundsätzlich vorzulegen, und zwar unabhängig davon, ob im Antragsverfahren eine Begutachtung der Fahreignung erforderlich ist.

Welche Gebühren fallen an?

Die Beantragung der Neuerteilung der Fahrerlaubnis
kostet 115,00 Euro.

Die Ablehnung des Antrages auf Neuerteilung der Fahrerlaubnis beträgt 114,00 Euro.

Zahlungsarten
  • Barzahlung
  • EC-Kartenzahlung
Was sollte ich sonst noch wissen?

Da viele Bewerber diese Begutachtung wegen falscher oder fehlender Vorbereitung nicht positiv bestehen, soll an dieser Stelle auf die vielen Möglichkeiten der seriösen Vorbereitung hingewiesen werden.

Begutachtungsstellen für Fahreignung bieten kostenlose Informationsabende an, an denen

  • Inhalt und Ablauf einer Begutachtung
  • eingesetzten Testverfahren  
  • Gutachtenerstellung
  • die Zusammensetzung der Kosten

erläutert werden und Fragen gestellt werden können.

Persönliche Einzelgespräche sind kostenpflichtig.

Die unten genannten Begutachtungsstellen sind die hier im norddeutschen Raum ansässigen amtlich anerkannten Begutachtungsstellen.

TÜV Nord Mobilität GmbH & Co. KG
Med.-Psych.-Institut

Kattrepel 10
20095 Hamburg
040 / 42 30 20-0
kostenloser Info-Abend:
jeden Dienstag
um 18.00 Uhr

Am Irrgarten 7
(im Gesundheits- und Umweltamt)
21073 Harburg
kostenloser Info-Abend:
jeden 1. Mittwoch im Monat
um 18.00 Uhr

http://www.tuev-nord.de/

AVUS, Gesellschaft für Arbeits-,
Verkehrs- und Umweltsicherheit mbH

Schillerstraße 44
22767 Hamburg
0 40 / 3 89 90 10
kostenloser Info-Abend:
montags
um 18.00 Uhr

Schloßmühlendamm 4
21073 Harburg
0 40 / 76 62 27-0
kostenloser Info-Abend:
jeden 3. Mittwoch im Monat
um 18.00 Uhr

www.avus-mpu.de

pima-mpu GmbH  Begutachtungsstelle für Fahreignung

Lilienstraße 19 / Spitaler Straße 14
20095 Hamburg
0 40 / 30 38 27 27

kostenlose Info-Abende:
jeden 1. und 3. Montag im Monat
um 18.00 Uhr
www.pima-mpu.de

B A D, Gesundheitsvorsorge und Sicherheitstechnik GmbH

Winterhuder Weg 29
22085 Hamburg
040 / 22 94 28-10

kostenloser Info-Abend:
jeden 1. Dienstag im Monat
von 17.00 bis 19.00 Uhr

www.bad-gmbh.de

Andere Anlaufstellen haben sich speziell der Eignungs- und/oder Alkoholproblematik angenommen. Nachfolgend kann nur eine nicht vollständige Übersicht angeboten werden. Wichtig ist, dass jeder eine Institution oder Selbsthilfegruppe findet, in der er sich wohl fühlt, um die persönlichen Probleme und Schwierigkeiten besprechen und aufarbeiten zu können.

Verkehrspsychologische Praxis

Dipl.-Psych. Jörg-Michael Sohn

Saarlandstraße 6a

22303 Hamburg

0 40 / 56 00 80 08

www.vpp.de

 

Werkstatt Verkehrstherapie

R. Butzmann u. Y. v.

Mutzenbecher GbR

Max-Brauer-Allee 45

22765 Hamburg

0 40 / 3 90 58 63

www.werkstatt-verkehrstherapie.de

IFS

Institut für Schulungsmaßnahmen

Baumeisterstraße 11

20099 Hamburg

0 40 / 35 40 69 oder
freecall 08 00 / 35 35 001

www.ifs-seminare.de

kostenloser Info-Abend in Stade

(c/o VHS, Wallstr. 17)

jeden 1. Dienstag im Monat

Diakonisches Werk, Beratung für

Suchtgefährdete, -kranke und Angehörige

Hamburger Straße 16

21244 Buchholz i.d.N.

0 41 81 / 40 00

montags 15.30 - 18.00 Uhr,

di., do. u. fr. 9.00 -12.00 Uhr 

Diakonisches Werk / Suchtberatung

Guttempler-Haus

Rathausstraße 7

21423 Winsen (Luhe)

0 41 71 / 6 17 21

Gesprächsgruppe: dienstags und

donnerstags 20.00 - 21.30 Uhr

  Verkehrstherapie

Rüdiger und Ruth Sarah Born    Fachpsychologen für      Verkehrspsychologie

Börnestraße 34
220089 Hamburg
0 40 / 61 18 90 74

www.Verkehrstherapie.com

Sozialpsychiatrischer Dienst

Alkohol- und Drogenberatung

0 41 71 / 6 93-5 17 o. 3 92

0 41 81/ 2 01 98 0

TÜV Süd Pluspunkt GmbH
Baumeisterstraße 2 20099 Hamburg

0 40 /24 82 23 60
08 00 /3 57 57 57
(zentrale kostenlose Rufnummer)

www.tuev-sued.de/pluspunkt

kostenlose Info-Abende:
jeden 1. und 3. Montag im Monat
um 18:00 Uhr

BAK e.V., Bund alkoholfrei lebender Kraftfahrer

Gruppen in Hamburg-Horn/

Hamm, St.-Georg, Barmbek-Nord und Harburg

0 40 / 66 60 32 oder 7 90 93 63

HDS - Hilfe durch Selbsthilfe

Gespräche & Betreuung (Alkohol)

St. Marien - Die Brücke

dienstags 20.00 Uhr

Guttempler-Gesprächskreis

Alte Dorfschule in Wistedt

Montags 19.00 - 21.30 Uhr

Selbsthilfegruppe für Suchtgefährdete

Haus der Samtgemeinde Tostedt

Himmelsweg 23

Donnerstags 19.00 Uhr

Nord-Kurs GmbH & Co. KG

Lilienstraße 15

20095 Hamburg

040 / 42 93 01 2-0

www.nord-kurs.de

V. I. N., Verkehrspsychologisches Institut Nord

Stresemannstraße 375, Eingang 3

22761 Hamburg

0 40 / 39 90 25 95

Meeting der Anonymen Alkoholiker

Gemeindehaus St. Jakobus
in Winsen/Luhe

freitags 19.30 - 21.00 Uhr

St. Johannis-Gemeinde in Buchholz

Wiesenstraße 25

donnerstags 19.30 Uhr

Türkisch-Deutsche MPU-Beratung Dipl. Psych.Kova/ Tuncel

Gertrudenkirchhof 10, 6.OG, 20095 Hamburg

Tel. 040-36167750 0176-48527944 0176-49431233

www.cetinkova.de

info@cetinkova.de   info@goncatuncel.de 

weiter Informationen finden Sie auch unter: www.bdp-verkehr.de


Ansprechpartner/in
Führerscheinstelle Standort anzeigen
Kreisverwaltung Gebäude A
Schloßplatz 6
21423 Winsen (Luhe)
Telefon: 04171 693-855
Telefax: 04171 693-181
E-Mail:

Montag und Dienstag 07:30 Uhr bis 17:00 Uhr
Mittwoch und Freitag 07:30 Uhr bis 12:00 Uhr
Donnerstag 07:30 Uhr bis 18:00 Uhr

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