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Testament

Allgemeine Informationen

Die Errichtung eines Testaments oder eines Erbvertrages ist dann sinnvoll, wenn größere Werte auf dem Spiel stehen, die Nachfolge eines gewerblichen Unternehmens geregelt werden muss oder eine Verteilung des Nachlasses unter einer Vielzahl gesetzlicher Erben vermieden werden soll.

Ein vor einem Notar errichtetes Testament wird als öffentlichen Testament bezeichnet. Wird es eigenhändig geschrieben und unterschrieben, handelt es sich um ein eigenhändiges Testament.

Verfahrensablauf

Das Testament ist die Verfügung eines Erblassers über das Schicksal seines Vermögens nach seinem Tod. Ohne die Hinterlegung eines Testaments tritt in Deutschland automatisch die gesetzliche Erbfolge ein.

Ein Testament kann jederzeit widerrufen werden. Der Widerruf erfolgt entweder durch ein neues Testament oder durch die Vernichtung oder die Veränderung des Testaments.

Öffentliches Testament

  • Verfassen des Testaments mit Hilfe eines Notars. Der Erblasser kann hierbei dem Notar die Vorgaben zu seinem letzten Willen mündlich oder schriftlich erläutern und dieser schreibt ihn nieder.

Privatschriftliches Testament

  • Das Testament muss eigenhändig, komplett handschriftlich verfasst werden, ansonsten ist das Testament unwirksam. Es genügt demnach nicht wenn man am PC einen Ausdruck erstellt oder einen Vordruck unterschreibt. Das Testament soll außerdem Ort und Datum der Errichtung beinhalten und muss, möglichst mit Vor- und Nachnamen, unterschrieben sein.
An wen muss ich mich wenden?

Die Zuständigkeit liegt beim Notar, soweit kein eigenständiges Testament errichtet werden soll.

Voraussetzungen
  • Der Erblasser muss volljährig und zudem auch voll geschäftsfähig sein
  • Personen ab dem 16. bis zum 18. Lebensjahr können ein Testament verfassen, dies jedoch nur beim Notar
  • Erblasser, die nicht in der Lage sind die Tragweite eines Testaments zu erfassen, sind auch nicht fähig, ein rechtswirksames Testament zu verfassen
Welche Unterlagen werden benötigt?

öffentliches Testament beim Notar

  • Namen, Geburtsdaten, Adressen von Ihnen, dem vorgesehenen Erben bzw. Erbin, Ihrer Kinder, Eltern falls vorhanden
  • eine Kopie Ihrer Geburtsurkunde
  • Informationen zu Ihrem Vermögen (haben Sie Vermögen im Ausland? Grundbesitz?)
  • Ihre Informationen zu Ihrem Wunsch (wer wird Erbe, welche Vermächtnisse wollen Sie für wen?)
  • gibt es bereits Testamente oder Beschränkungen durch vorangegangene Testamente, Erbverträge
Welche Gebühren fallen an?

Die Errichtung eines öffentlichen Testaments verursacht Notargebühren.

Welche Fristen muss ich beachten?

Es müssen keine Fristen beachtet werden.

Was sollte ich noch wissen?

Ein Testament ist immer dann sinnvoll, wenn nach dem Tod jemand etwas erhalten soll, der laut gesetzlicher Erbfolgeregelung nichts oder weniger bekommen würde, als man es sich wünscht. So können beispielsweise auch Nichtverwandte berücksichtigt werden. Umgekehrt lassen sich per Testament auch Personen vom Erbe ausschließen - allerdings nicht, wenn ihnen ein Pflichtteil zusteht.

Der Erblasser kann das Testament verwahren, wo er will. Zu empfehlen ist die Hinterlegung des Testaments beim Amtsgericht. Damit wird gewährleistet, dass das Testament nicht verloren geht, verfälscht oder unterdrückt wird. Zudem stellt die amtliche Verwahrung sicher, dass das Testament nach dem Tod des Erblassers auch eröffnet wird.

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